Obermain-Tagblatt, 1.7.2010, S. 35
|
Liebe ist die Quintessenz |
||
|
BAMBERG„ Im Herzen ein Fluss – der Titel |
![]()
Im Herzen ein Fluss. |
|
| „Im Herzen ein Fluss ist deshalb mehr als eine Bildausstellung. Es ist auch die Geschichte einer jungen Frau, die bei einem Volontariat in Jerusalem das Christentum entdeckte. Durch Fügung findet Wolff in einem Kloster die nötige Muße, biblische Geschichten zu lesen. Und sie entdeckt diesen Fluss im eigenen Herzen, diesen Liebesstrom aus dem Herzen Jesu, der ihre Sehnsucht stillt. Mit ihrer Taufe beginnt ein neuer Abschnitt ihrer Malerei. Sakraler und biblischer, von der Liebe Gottes durchdrungen“, so Regens Martin Emge. Herzliche Grüße von Sylvia Wolff, die aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, überbrachte Martina Lohaus-Selmer, Inhaberin der Galerie Chlodwig Selmer. Sylvia Wolff, 1967 in Halle geboren, lebe mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern in Wandlitz bei Berlin. Die ehemalige ostdeutsche Schauspielerin beschäftige sich seit 1997 autodidaktisch mit dem Studium der Malerei. Sie bevorzuge Pastellkreide und |
habe eine eigene Maltechnik
entwickelt. Indem sie die zarte Kreide in mehreren Schichten auf Papier auftrage und immer wieder fixiere, entstehe eine kräftige, plastische Farbwirkung. Zusätzlich aufgetragenes Gold und strahlendes Weiß sowie feine, schwungvolle Linien und Konturen, in Schwarz nachgezeichnet, ließen die Bilder sehr fragil wirken. Die Kombination von Farben und Worten sei der Künstlerin sehr wichtig, um verschiedene Sinne anzusprechen. „Wo die Farben aufhören zu sprechen, beginnen die Texte“, so die Galeristin. „Die Texte sollen den Betrachter animieren und eine Brücke zurück schlagen zum Bild“. Die Galeristin erläuterte, dass die Künstlerin die meisten der ausgestellten Pastellkreidearbeiten im Jahr 2010 geschaffen habe, speziell für die Ausstellung und in Auseinan- |
dersetzung mit dem
Ausstellungstitel „Im Herzen ein Fluss“. Bildthemen wie „Die Segnung“, „Ein Haus soll deine Kirche sein“ oder „Geborgen in Dir“ spiegelten dies wider – und vor allem das Titelbild der Ausstellung: Im Herzen ein Fluss. „ Liebe ist die Quintessenz von allem“, so Lohaus-Selmer. „Das dominierende Rot für die Farbe der Liebe und des Herzens schreibt diese Linie fort. Der Fluss symbolisiert die Liebe, die überquellen und durchlässig sein kann. Der Engel in strahlendem Weiß und Gold ist das Sinnbild für unsere Begleiter, die uns schützen und zugleich Mittler zwischen Diesseits und Jenseits sein können.“ Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung, Tel. 0951/ 86810, im Bamberger Bistumshaus St. Otto, Heinrichsdamm 32. -el- |
HEINRICHSBLATT Nr. 28 • 11. Juli 2010 S. 29
|
Kunstausstellung „Im Herzen ein Fluss": Bilder und Texte von
Sylvia Wolff im Bistumshaus St. Otto
|
|||
|
Im Herzen ein Fluss - der Titel klingt mystisch, mystisch wie das Werk der
Künstlerin selbst", erklärt bei der Ausstellungseröffnung Hausherr Regens Martin
Emge im Bistumshaus St. Otto. Die Ausstellung, vorbereitet von der Galerie
Chlodwig. Selmer, zeigt 30 neue, großformatige Pastellkreidebilder und zwölf
kleinere Arbeiten der ostdeutschen Malerin und Autorin Sylvia Wolf. Die Bilder
mit sakralen Motiven leuchten in kräftigen Farben, überwiegend in Rot und Blau.
Alle sind mit kurzen Texten der Künstlerin selbst unterlegt. Bis zum 4. August
kann man die Arbeiten auf verschiedenen Etagen des Hauses sehen und kaufen. Ein
kleiner Kalender für 2011 sowie Kunstdruckkarten ergänzen die Ausstellung. Für
einen festlichen Rahmen sorgte der Alumne Wojciech Les am Flügel. Dass die Bilderschau gerade im Bistumshaus gezeigt wird, ist die Frucht langjähriger Kontakte der Künstlerin zum Bamberger Generalvikar Monsignore Georg Kestel. In seinem Grußwort erzählte Kestel von der Begegnung mit der Malerin in einer Berliner Kirche. Kurz zuvor, im Jahr 2000, hatte sich die 33-Jährige taufen lassen. ,„Im Herzen ein Fluss' ist deshalb mehr als eine Bildausstellung. Es ist auch die Geschichte einer jungen Frau, die bei einem Volontariat in Jerusalem das Christentum entdeckte. Durch Fügung findet |
Frau Wolff in einem Kloster die nötige Muße, biblische Geschichten zu lesen. Und
sie entdeckt diesen Fluss im eigenen Herzen, diesen Liebesstrom aus dem Herzen
Jesu, der ihre Sehnsucht stillt. Mit ihrer Taufe beginnt ein neuer Abschnitt
ihrer Malerei. Sakraler und biblischer, von der Liebe Gottes durchdrungen", so
Regens Martin Emge. Grüße von Sylvia Wolff, die aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, überbrachte Martina Lohaus-Selmer, Inhaberin der Galerie Chlodwig Selmer. Sylvia Wolff lebe mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern in Wandlitz bei Berlin. Seit 1997 beschäftige sie sich autodidaktisch mit dem Studium der Malerei. Sie bevorzuge Pastellkreide und habe eine eigene Technik entwickelt. Indem sie die zarte Kreide in mehreren Schichten auf Papier auftrage und immer wieder fixiere, entstehe eine kräftige, plastische Farbwirkung. Zusätzlich aufgetragenes Gold und strahlendes Weiß sowie feine, schwungvolle Linien und Konturen, in Schwarz nachgezeichnet, ließen die Bilder sehr fragil wirken. Die Kombination von Farben und Worten sei der Künstlerin sehr wichtig, um verschiedene Sinne anzusprechen. „Wo die Farben aufhören zu sprechen, beginnen die Texte", so die Galeristin. „Die Texte sollen den Betrachter animieren und eine Brücke zurück schlagen zum Bild". |
Die Galeristin erläuterte, dass die Künstlerin die meisten der ausgestellten
Pastellkreidearbeiten im Jahr 2010 geschaffen habe, speziell für die Ausstellung
und in Auseinandersetzung mit dem Ausstellungstitel „Im Herzen ein Fluss".
Bildthemen wie „Die Segnung", „Ein Haus soll deine Kirche sein" oder „Geborgen
in Dir" spiegelten dies wider -und vor allem das Titelbild der Ausstellung: Im
Herzen ein Fluss. „Liebe ist die Quintessenz von allem", so Lohaus-Selmer. Das dominierende Rot für die Farbe der Liebe und des Herzens, schreibt diese Linie fort. Der Fluss symbolisiert die Liebe, die überquellen und durchlässig sein kann. Der Engel in strahlendem Weiß und Gold ist das Sinnbild für unsere Begleiter, die uns schützen und zugleich Mittler zwischen Diesseits und Jenseits sein können." „Sylvia Wolff entführt mit Bildern und kräftigen Farben, die zu Herzen gehen", urteilte Regens Martin Emge in seinem Grußwort. „Ihre Farben und Texte entfalten eine Kraft, der man sich nicht entziehen kann. Man spürt Transzendenz, einen Fluss, der mitreißt und zu Herzen geht, das eigene Herz durchströmt und nicht eher ruhen lässt, bis er sich in Liebe ganz verströmt, um mit der ewigen Liebe eins zu werden. Im Herzen ein Fluss, das ist einfach mehr als alles. Das ist Liebe. Aus reiner Liebe geschenkte und sich schenkende Liebe." „Nicht vordergründig dekorativ, sondern ausschnitthaft, mit fließenden Linien, leicht und schwebend, flüchtig und spannungsvoll" wirken die Bilder auf Generalvikar Kestel. So seien bei den Engelsbildern, Heiligenbildern und biblischen Gestalten die Figuren und Gesichter nur zart angedeutet. Andererseits gebe es auch Elemente von Klarheit und Eindeutigkeit in den Bildern. Auf Sehnsucht nach Geborgenheit verwiesen geschlossene Formen wie Haus oder Kreis. Sylvia Wolffs Arbeiten enthielten viele Elemente des Suchens, der Kraft und Zärtlichkeit, der Offenheit und Klarheit. Die Bilder spiegelten insgesamt Sehnsucht wider, die Sehnsucht des modernen Menschen. Für Kestel hat Kunst die große Chance, Sehnsucht wach zu halten. Die ausgestellten Bilder mit biblischen Motiven seien ein Angebot, diese Sehnsucht zu befriedigen, ohne aufdringlich zu sein. Jeder ist dazu eingeladen, eigene Position zu beziehen. el |
„Im
"Herzen ein Fluss".Copyright: Sylvia Wolff, www.selmer.de |
![]() Bei der Vernissage (v.l.) Regens Martin Emge, Generalvikar Georg Kestel, Galeristin Martina Lohaus-Selmer aus Emsdetten und Sr. Irmtraud (CJ) aus Brixen, Taufpatin der Künstlerin. Foto: Lederer
|
HB Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung, Tel. 09 51/86 81 0, im Bamberger Bistumshaus St. Otto, Heinrichsdamm 32. Ein Kalender für 8 Euro und Kunstdruckkarten sind an der Pforte erhältlich. |
||
Fränkischer Tag BAMBERG 23 Juni 2010 Seite 13
| „Verrückter"
Blick auf die Welt AUSSTELLUNG Das Bistumshaus St. Otto am Heinrichsdamm präsentiert neue Pastellkreidearbeiten Künstlerin Sylvia Wolff. Die Vernissage findet am Donnerstag statt. |
|||
| VON UNSERER MITARBEITERIN MARION KRÜGER-HUNDRUP Bamberg - Pastellkreide ergibt nicht zwangsläufig zarte
Pastelltöne. Die Bilder von Sylvia Wolff leuchten in kräftigen Farben.
Besonders das Rot dominiert. Für die Künstlerin ist das die Farbe der
Liebe und des Herzens. Die Ausstellung Ort „Im Herzen ein Fluss" - Bilder und Texte von Sylvia Wolff sind vom Donnerstag, 24. Juni, bis Mittwoch, 4. August, im Bistumshaus St. Otto, Heinrichsdamm 32,96047 Bamberg, zu sehen. Zeit Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 9
bis 17 Uhr und nach Vereinbarung: Telefon 0951/86810. Kalender des Jahres 2011 von Sylvia Wolff, der an der Pforte des Bistumshauses erworben werden kann. Auch alle ihre ausgestellten 30 Bilder sind verkäuflich.
|
changierendes Rot als
Hintergrund windet sich ein Fluss. Er symbolisiert die Liebe, die
überquellen und durchlässig sein kann. Ein Engel in strahlendem Weiß und
Gold ist das Sinnbild für Begleiter des Menschen, die ihn schützen und
zugleich Mittler zwischen Diesseits und Jenseits sein können. Als 33-Jährige getauft Allein schon mit diesem Bild. wird deutlich, dass Sylvia Wolff als Schwerpunkt ihres malerischen Schaffens sakrale Motive wählt. Diese sind Ausdruck einer Glaubenserfahrung, die ihr nicht in die Wiege gelegt wurde. Erst als 33-Jährige ließ sich Sylvia Wolff taufen. Ein Volontariat in Jerusalem hatte sie zum Christentum geführt. „Der Glaube veränderte meine Wirklichkeit", sagte sie einmal. Sie fühlte sich umfasst von einer nicht enden wollenden Liebe. Deren Spuren sie überall entdeckte. Die gelernte Schauspielerin fing an zu malen. Biblische Motive brachen sich einen Weg, noch bevor sie die Bibel wirklich kannte: ein neuer, „verrückter" Blick auf die Welt. Einen Gedanken von damals hält die Künstlerin besonders dann fest, wenn die Zeiten mal herausfordernd schwer werden: „Es gibt diese Schüttelkugeln, die man Kindern gerne schenkt: eine Menge Schnee und im Innern der Kugel eine Gestalt", sagte Sylvia Wolff. |
![]() Dieses Bild von Sylvia Wolff trägt den Titel „Segnung" Foto: mkr „Jahrelang habe ich mich ständig wie wild
geschüttelt und die Flocken verhinderten jeden Durchblick." Mit dem
Glauben habe sie gelernt, still zu werden Sylvia Wolff wurde 1967 in Halle an der Saale geboren. |
Von 1984 bis 1989
studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst in Rostock. Viele
Jahre1 arbeitete sie erfolgreich als Schauspielerin in festen
Engagements, so beispielsweise an den Theatern in Berlin, Chemnitz,
Dresden und Zwickau. 1997 begann Sylvia Wolff mit dem autodidaktischen
Studium der Malerei. Ihr bevorzugtes Malmittel ist die Pastellkreide, die sie in mehreren Schichten auf das Papier bringt und fixiert. Neben ihrer malerischen Tätigkeit arbeitet sie als Autorin. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt Sylvia Wolff in Wandlitz bei Berlin. Mit musikalischer Begleitung Langjährige Kontakte zu Georg Kestel, Generalvikar des Erzbistums Bamberg, ließen in ihr den Wunsch reifen, auch in Bamberg auszustellen. Mit dem Bistumshaus St. Otto wurde ein passender Ort für die Präsentation gefunden. Am morgigen Donnerstag, 24. Juni, lädt der Regens des Priesterseminars im Bistumshaus, Martin Emge, um 18 Uhr zur Vernissage ein. Die Galeristin Martina Lo-haus-Selmer aus Emsdetten, deren Galerie Chlodwig Seimer die Arbeiten von Sylvia Wolff vertritt, wird in das Werk der Künstlerin einführen. Generalvikar Kestel spricht ein Grußwort, Wojciech Les übernimmt die musikalische Begleitung |
Kontakte mit dem Bamberger Priesterseminar Nr. 77/2010, S. 18 -19
|
|||
|
Kunstausstellung mit Bildern und Texten von Sylvia Wolff
|
|
||
Seite 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8