Kompetenz in Kunst und Kirche

Diether F. Domes

Licht und Linie

Diether F. Domes gehört zu den herausragenden, überregional bekannten Künstlern seiner Generation. Imponierend ist das große Spektrum seiner künstlerischen Arbeiten, so umfaßt es neben Wand-und Glasmalerei, Zeichnungen, Grafik in ihrer breiten Form, Metall-, Holz- und Textielgestaltungen, Neoninstallationen - nicht zu vergessen seine zahllosen Klangzeichen-Aktionen.

Dr. Michael Kessler (Kunstverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart) schreibt zum siebzigsten Geburtstag des Künstlers 2009 sehr treffend:

„Zwei elementare Erfahrungs- und Wahrnehmungsdimensionen – das Licht und die Linie – sind in seiner überraschenden Unerschöpflichkeit und Beherrschbarkeit zugleich als wesentliche Grundelemente der künstlerischen Arbeit des selbst längst zum Meister Gewordenen herauszustellen. Dass ein Glaskünstler wie Domes ein besonderes Verhältnis zum Licht hat, das selbst Bewegung ist und Veränderung bewirkt, muss nicht verwundern. Was aber verwundet ist, was mit ihm zur Erscheinung gelangt: durch seine Spiegelungen, Brechungen, Diaphanien, Verschränkungen von Außen- und Innenwelt (…). So, wie das Licht Quelle der Sichtbarkeit ist, so ist die Linie für Domes Voraussetzung des Sehens, Erkennens und Ordnens, teilt ein, staffelt, strafft, gibt Hinweise zum Sehen, bildet Grenzen und Brücken, schichtet, verkantet, schafft und verwirft Räume (…), als Schwebe zwischen zwei Punkten genetisch, unendlich verführend, weiterführend. Die Linie zeichnet nicht nur auf, vor oder nach, was ist. Sie gibt nicht bloß wieder, sondern versetzt in Schwingung, beteiligt sich aktiv an Prozessen der Raumartikulation und ist in mehrdimensionaler Weise beteiligt an der Erzeugung von Sichtbarkeit und an der Erkundung ihrer Poesie, ihrer weltenbildenden, wirklichkeitskonstituierenden Kreativität.“

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