Kompetenz in Kunst und Kirche

Heinz Seeber

Die Gestalt Jesu Christi läßt ihn nicht los

Klar gesetzte Linien und Flächen, die sich meist in sehr starken Farbkontrasten wie Rot und Schwarz gegenüberstehen sind die Gestaltungselemente des Grafikers Heinz Seeber. Neben Ölbildern entstanden vor allem Linolschnitte und Radierungen. Heinz Seeber beschäftigte sich häufig mit biblischen Themen, setzte sich immer wieder mit ihnen auseinander und schuf dann eigenwillige und eigenständige Bilder – frei von modernen Klischees und mit dem Mut zur Gegenständlichkeit. Heinz Seebers Bilder erschrecken, rütteln auf, gehen unter die Haut, aber sie trösten auch und ermutigen. International bekannt ist vor allem sein Linolschnitt „Die fehlende Mitte“, die er im Auftrag von Chlodwig Selmer in Anlehnung an den Essay von Reinhold Schneider „Schächer ohne den Herrn“ gestaltete.

Oberkirchenrat Theodor Glaser schreibt über Heinz Seeber:

„Heinz Seeber beschäftigt sich viel mit biblischen Geschichten. Aber dann muß es sich wohl ereignen, daß sich die biblischen Geschichten mit ihm beschäftigen. Sie beginnen in ihm zu arbeiten und Gestalt zu gewinnen, bis er dann die Geschichten, ihre Theologie und seine Einsicht ins künstlerische Bild setzen kann, alttestamentliche Geschichten oder mehrmals die Offenbarung des Johannes. Und das ist ein christlich Werk. Besonders das Leiden Christi, wie es die von Heinz Seeber ebenfalls dargestellten Evangelisten erzählen, hat ihn existentiell angerührt.“

» Biografie

» Bildergalerie